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  28.März 2024 20:19:49

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 Thema: Albanien-Hilfsfahrt Dezember 2017  (Gelesen 6102 mal)
kawahans

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Re:Albanien-Hilfsfahrt Dezember 2017
« Antwort #20 am: 8.Oktober 2018 08:54:7 »
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Weil die Abfahrt näher rückt (und weil ich den Beitrag wieder in Erinnerung rücken möchte  wink  )  hier ein kleines Update:

Wir haben gut 1200 Familienpakete fertig, nächstes WE wird nocheinmal gepackt (letztes Mal für diese Fahrt), dann werden insgesamt mind. 1350 Bananenschachteln voll Gewand und Haushaltsutensilien zum Transport anstehen. Daneben wieder Öfen, Schulmöbel, Computer und tausend Dinge, ca. 5 m³ ausser den Schulmöbeln. das sind ca. 13To. in Schachteln und gut 3 to. loses Gut.

Bei mir am Dachboden gibt es noch ein Lager (Kleidung) mit ca. 5 x 5 x 2,5 m, das ich zusätzlich mitnehmen könnte - aber die Transportkapazität geht uns aus  rolleyes 

Bis jetzt sind 6 Pinzgauer mit von der Partie, teils mit Anhänger, 6 WoMO auf LKW-Basis, ein Transit und ein VW-Syncro.
Angesichts der Menge an Dingen, die zu transportieren sind, könnte ich dringend ein paar kurzentschlossene Mitfahrer brauchen  cool

Der Transit, der Syncro und nach heutigen Stand 2 LKW werden nach der Verteilung in Porocan wieder zurückfahren, die anderen gehen auf Erkundung im Gebirge.
Die Anhänger stellen wir nach der Verteilung wieder in Gramsh bewacht ab (die gehen nicht mit ins Gelände)

Vielleicht findet noch jemand Zeit und Energie, Abenteuer mit guten Taten zu verbinden (Zitat gestohlen aus Michaels Vortrag    grin  )

Liebe Grüße aus Graz!
kawahans
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kawahans

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Re:Albanien-Hilfsfahrt Dezember 2017
« Antwort #20 am: 4.Februar 2019 18:20:46 »
Antwort mit Zitat nach oben
Vorwort: Der Bericht im Explorer ist eine sehr schöne Würdigung unserer Aktion, aber es eine Würdigung Aller, die hier mitwirkten, ich durfte nur als Frontman vor der Gruppe stehen.

Mein Bericht ist umfangreich - zu groß, um ihn in meinem Computer incl. Bildern zu speichern :evil:  -> Erfolg: Totalabsturz und Blockade jeder weiteren Aktion  :roll: . Jetzt geht er wieder, ich schicke den Bericht voraus und reiche dann Bilder nach so wie ichs zusammenbringe.


Albanien-Aktionen 2018 in 2 Teilen.

Teil 1

Am 26.10. begannen wir die 16 Fahrzeuge zu beladen, wieder wurde es spät (wie immer). In der Panik hatte ich dann noch vergessen, 2 Autos mitzurechnen und bekam die Hektik, weil mir gut 100 Pakete fehlten. Also noch eine Frage rundum und nochmals 120 Pakete eingeladen.

Letztendlich hatten wir 1620 Bananenschachteln mit Kleidung, Computer, Drucker, einen großen Kopierer, Musikinstrumente, Öfen, A4-Papier und viele Kleinigkeiten aufgeladen.

An Fahrzeugen waren mit: 3  Steyr 12M18, 1 Mercedes LAF 1113,1 Steyr 680 (leicht modifiziert), 3 Pinzgauer 712, 1 Pinzgauer 712 San, 1 Pinzgauer 710K, 2 Pinzgauer 710M, 1 Steyr 991, 1 MAN KAT A1A, 1 VW T3 Syncro, 1 Ford Transit, 7 Anhänger

Transportiert haben wir 10 Laptops, 7 Overheadprojektoren, 2 Keyboards, 3 Gitarren, dazu Noten, A4-Papier in Mengen, 1 generalüberholten großen Kopierer, einige Drucker, 7 Öfen, Plastikstreifen für Fensterreparatur (in Holtas), einige Schultische und Stühle und einen Sprungbarren aus Schaumstoff, der auch als Sprungmatte verwendet werden könnte.
Hauptsache aber waren 1620 Bananenschachteln mit Kleidung

Am 27. 10. (Sa.) begann die Reise, die beiden Pinzgauer mit den schweren Anhängern waren fast überfordert. Damit wurde die Reisegeschwindigkeit geringer und die tägliche Fahrzeit länger.  Bei der Einreise nach Montenegro stellte sich dann das erste Mal die Notwendigkeit einer Transit-Abfertigung, um 30 .-€ für alle 16 Fahrzeuge ein Schnäppchen, wie wir später noch erkennen werden. In Montenegro  verliere ich spät Abends ein Rad am Anhänger, die Bremstrommel ist gebrochen, der Anhänger nicht mehr zu gebrauchen. Wir räumen die Schachteln in die Autos, wo immer noch ein Bett frei oder ein kleiner Spalt nicht befüllt war, der kaputte Anhänger wird auf den leer geräumten Anhänger verladen, den  Jürgens Pinzgauer (712 San) zieht. Am  Montag Vormittag erreichen wir die albanische Grenze in Hani i Hotit und da wird es mühsam. Nach langen Verhandlungen verfrachtet man uns auf den Zollhof, viele Telefonate folgen, wir bemühen den albanischen Botschafter, die Caritas International, die albanische Caritas, die Botschafterin Österreichs in Tirana, den Schuldirektor in Porocan, die Gemeinde Gramsh und das reihum. Das mit der zollfreien Einfuhr ist nicht so, wie wir uns das naiverweise vorgestellt haben. Wir müssen am Zollhof übernachten, dazu müssen wir die Schachteln teilweise ausladen, obwohl es schüttet und stürmt. Unsere Truppe ist aber echt super und macht notgedrungen Picknick unter einer Plane. Am nächsten Tag zu Mittag (Di.) bekommen wir die Einfuhrerlaubnis per Sondererlass aus dem Innenministeriums, wir müssen aber zur Endabfertigung nach Elbasan. Dort endet der Dienstbetrieb aber um16:00 Uhr, wir sind um einige Stunden zu spät dran. Am nächsten Tag offenbart sich, dass es ohnehin nichts genützt hätte, da erst der Vizebürgermeister aus Gramsh anreisen muss, um die Übernahmebescheinigung zu bestätigen. Um 13:30 ( Mi.) werden wir vom Zollamt entlassen und fahren nach Porocan.
In Porocan angekommen konnten wir die Schachteln unter Dach räumen und die Wohnsituation verbessert sich schlagartig :-)

Am Donnerstag haben wir uns aufgeteilt und 3 Dörfer mit den Schachteln bedacht- gut 900 Schachteln weniger, es gibt für jede Familie 3 Schachteln.

Am Freitag war zuerst Holtas an der Reihe, zurück in Porocan gab es eine Vorsprache incl. Dank durch die Schulsprecher, am Nachmittag dann die Verteilung in Gjere. Nach Gjere hinauf wird gerade die Straße hergerichtet, nur 1 Felsen steht noch etwas weit vor und der letzte Kilometer fehlt noch, da versperrt der Bagger den Weg (der aber bestenfalls durch die Pinzgauer befahrbar gewesen wäre). Die Verteilung erfolgt auf einer Wiese unterhalb des Ortes.
Zurück in Porocan werden wir zu einem Essen geladen, das der Wirt des Ortes und der Direktor ausrichten.

An nächsten Tag verlassen uns der Transit, der 991er, ein 12M18 und der Syncro, der 680er, der 712 SAN und der MAN KAT waren schon am Freitag Mittag nach Hause aufgebrochen – die Arbeit ruft.
Am Samstag also fährt der Rest der Truppe Richtung Berg, am Anfang ist es noch einfach, aber dann werden die Holzwege verwirrend und wir legen einige Suchschleifen hin. Besonders Pirx hat mit dem langen Radstand des Mercedes in vielen Kurven Mühe, an einem Pinzgauer 710M springt ein Gelenkkopf des Schaltgestänges heraus, trotz provisorischer Befestigung bleibt das Schalten  unexakt (und verursacht Bedenken).

Sonntag: Nach dem 1. Nachtlager ( mit Lagerfeuer) brechen der Mercedes und der 710M ab und fahren über Porocan zurück, wir anderen finden wieder den Weg zu unserer Bachüberquerung von vor 2 Jahren und finden unsere Rampe verbessert und für die Pinzgauer fahrbar vor. Die Steyr aber sind zu breit (und auch zu schwer).
Wir graben einige Felsstufen vom Berg ab und unterfüttern auf der Bachseite. Ich fahre vor und schaffe zwar die Abfahrt, aber die Talseite ist deutlich abgerutscht und zeigt einen bösen Riss. Für den zweiten 12M18 muss also noch ordentlich nachgebessert werden. Wir graben noch mehr Fels vom Berg ab und unterstützen die unterspülte Böschung.
Die Abfahrt ging dann ohne Probleme von statten und wir fuhren auf der gegenüberliegenden Bergseite noch ein Stück bis zu einem netten Übernachtungsplatz, den wir vor 2 Jahren schon ausgemacht hatten (2.Übernachtung).

Montag: Wir versuchen, über die alte Militärstraße (aus der Russenkarte) entlang des Bachbettes Richtung Bishnice zu kommen, nach vielen Irrwegen gelingt das auch, nur ist leider ca. 2 km vor dem Ziel ein Hochwasser-Sperrwerk erbaut worden, das nicht zu überwinden war. Also Nachtlager 3 im Bachbett, spannend die Bärenspuren im Bachbett, aber der Bär kam nicht.

Dienstag: es zieht uns in die Zivilisation, wir brauchen Treibstoff. Mein 12M18 nimmt hier im Gelände 1 L / km ;-)
Über Qukes (da gibt es ein Cafe mit Wlan) fahren wir nach Proptisht – hier ist die einzige Tankstelle weit und breit. Es geht weiter nach Bishnice, von dort wollen wir über die Bergstraße nach Kukur und weiter nach Gramsh, wo wir den Rest der Bananenschachtel in der Gemeinde abgeben wollen. Leider ist die Straße nach einem Felssturz einfach auf 15 m weg, wir müssen umdrehen und schlagen kurz darunter unser Nachtlager auf. Zwar versuchen wir mit den Pinzgauern einen Umgehungsweg zu finden, aber das Gebiet ist wirklich ziemlich unerschlossen ;-)

Mittwoch: es gibt einen eingezeichneten Weg von Bishnice über den kleinen See zur Bergstraße, den wollen wir probieren. Allerdings ist der so schmal, dass die zwei 12M18 bald umkehren. Die Pinzgauer kämpfen sich weiter, wenige Kilometer danach ist aber die Straße zuerst verschüttet und wenig weiter auch weggebrochen. So drehen auch die Pinzis um und treten den Heimweg an.
Michael und ich bringen die restlichen 93 Schachteln nach Gramsh, Norbert und Michael holen dann noch die 2 in Porocan abgestellten Anhänger und wir übernachten im großen Parkplatz am Stausee.

Am Donnerstag starten wir 3 (Letzten) Richtung Heimat, ich vertraue kurz nach Durres dem Navi und prompt verlieren wir sicher 2-3 Stunden. Die letzten 6 km sind eine Staatsstraße, aber in einem Zustand, dass man nur Schritttempo fahren kann.
Von da läuft es aber gut, wir kommen noch bis zum Neredva-Delta und finden einen Schlafplatz am Berg.

Freitag: Auch da läuft es gut, obwohl mir schön langsam die Kondition ausgeht und ich doch die Autobahn in Slowenien nehme. Nach 22:00 Uhr sind wir in Weinitzen und Licht aus.

Teil 2

Diesmal mit nur 3 Fahrzeugen (1 Steyr 12M18, 1 Pinzgauer 712, 1 Pinzgauer 710K), weil ja nicht so viel zu transportieren war.
Für die Weihnachtsaktion hatten wir uns vorgenommen, am Zoll alles ganz richtig zu machen. Die Beladung der Fahrzeuge war schon 10 Tage vor der Abfahrt festgelegt, alle Schachteln beschriftet und der Inhalt festgelegt. Schenkungsurkunde der Caritas mit Ladeliste für jedes Fahrzeug, Empfehlungsbrief des albanischen Botschafters in Wien, nun zum Zoll zur Ausfuhrdeklaration (großes Danke an die Fa. Schenker!). Da wir wussten, dass am Montag, 10.12. in Albanien Feiertag ist, die Zollabfertigung in Österreich aber nur am 7.12. stattfinden konnte (Sa. 8.12. ist Feiertag), ließen wir es gemütlich angehen und waren am So.9.12. in Hani i Hotit. Diesmal waren die Zollpapiere schnell fertig und wir hatten den Montag frei, weil die Endabfertigung in Elbasan erst am Di. erfolgen würde. So sind wir wieder einmal die alte Bergstraße zwischen Tirana und Elbasan gefahren, die früher die Hauptverbindung zwischen den beiden Städten war. Unglaublich, dass diese Straße einmal das Verkehrsaufkommen bewältigt hat – ich kann mich erinnern, dass es hier nur eine einzige Kolonne in beide Richtungen gab. Wir übernachten bei einer aufgelassenen Tankstelle und stellen uns am Dienstag, 11.12. früh beim Zollamt an. Wir hatten schon per Telefon erfahren, dass auch diesmal wieder ein Repräsentant der Gemeinde Gramsh nach Elbasan kommen würde.
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kawahans

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Re:Albanien-Hilfsfahrt Dezember 2017
« Antwort #20 am: 4.Februar 2019 18:26:30 »
Antwort mit Zitat nach oben
Langsam kristallisieren sich die Probleme heraus: die Übernahmeerklärung könnte zwar schriftlich im Voraus vorgelegt werden, aaaber das Ansuchen um Zollfreiheit der Sendung muss nach erfolgter Abfertigungsprozedur durch eigenhändige / authorisierte Unterschrift der Übernehmerorganisation (das Wort „some procedures“ bekommt hier am Zoll eine ganz eigene Bedeutung - ) in Tirana vorgelegt und dort zentral genehmigt werden. Zudem herrscht am Tag nach dem Feiertag ein massiver Andrang und die Zöllner klagen über Systemabstürze. 5 vor 15:00 bekommen wir unsere Freigabe und starten nach Gramsh. Wir hatten noch Transportkapazität und bringen daher 62 Kleidungsschachteln, 4 Rollstühle, einen Leibstuhl und 7 Rollatoren ins Gemeindeamt („Bashkia“) Gramsh und können es dort der herbeigeeilten Bürgermeisterin und ihrem Vize übergeben. Wir sind froh, diesen Teil der Ladung schon abgegeben zu haben und es geht weiter nach Porocan. Wir laden erst alles in die Schule und bestücken dann die Fahrzeuge entsprechend der Schülerzahlen in den einzelnen Dörfern.

Am Mittwoch startet die Verteilung: ich übernehme die Schulen in Porocan und Leshaj, Michael und Roland fahren mit den Pinzgauern zuerst nach Holtas und dann nach Gjere. Obwohl oben noch an der Straße nach Gjere gearbeitet wird, ist sie im mittleren Bereich schon wieder durch den Regen stark in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise ist sie aber gut gefroren und daher ohne gröbere Probleme zu befahren.

Donnerstag verteilen Michael und Roland am Rückweg noch die Schule in Kabash und bringen dann die überzähligen Weihnachtspakete in die Gemeinde Gramsh (die Zahlen stimmen nie genau und wir haben immer Reserve mit).

Am Heimweg erwischt es erst Michael: auf der Autobahn bei Durres ein Patschen am 712er, später in Bar/Montenegro hat Roland einen am 710K. Das Abendessen in Bar im „Berlin“ ist schon Kult bei uns und war wie immer bestens. Wir kommen noch bis kurz nach Dubrovnik und übernachten mit Meeresblick.

Der Donnerstag bringt Regen und tlw. heftigen Wind, wir sind abenteuerlustig und versuchen eine neue Strecke über Knin nach Gracac – naja, für den LKW etwas undersized (für Pinzgauer aber ein Genuss :wink: ).
Dafür beginnt es ab Knin zu schneien, es steigert sich tlw. zum Schneesturm und in der Nähe von Otric habe ich plötzlich ein Platten: ein Schnitt von mehr als 10 cm in der Seitenwand. Wie es dazu kam – keine Ahnung, im tiefen Schnee habe ich nichts gesehen und aufgefallen ist mir nur, dass der Wagen etwas müde wurde. Sobald ich stand, konnte ich allerdings nicht einmal mehr auf die Seite fahren. Mit Hilfe von Michael und Roland wurde der Reifen dann gewechselt, grade noch rechtzeitig, bevor es ganz dunkel wurde. Der Wind hatte zugelegt und die Temperatur fiel auch, alle 10 – 20 km war Enteisen der Frontscheibe und der Wischer angesagt. Weiter ging es über Gracac und die Plitvicer Seen nach Slunj, wo wir beim „Pino“ ordentlich zu Abend essen konnten.

Von da fuhr dann Roland über Karlovac Richtung Villach und Michael und ich Richtung Zagreb, wo wir dann kurz vor Zabok übernachteten. Der Rest bis nach Graz war dann nur noch ein halber Tag. Der Gedanke an den nicht verfügbaren Reservereifen machte mich aber etwas unrund.

Fazit 2018:

Der Truppe im Oktober kann ich gar nicht genug danken für ihre Nachsicht, die Warterei und die Unsicherheit an der Grenze wurde mit Optimismus hingenommen. Dass die Geländefahrten danach für die Pinzgauer einfachen waren als für die anderen, liegt auf der Hand. Aber die schöne Gegend, das tägliche Lagerfeuer und die Einsamkeit entschädigte (hoffentlich) für Vieles.
Der Umfang der transportierten Sachen war mit Sicherheit zu ehrgeizig und muss wieder reduziert werden. Ich bin ehrlich gesagt jeden Tag total fertig und müsste aber eigentlich doch den Kontakt untereinander pflegen. Bei 16 Autos morgens und abends nur 5 Minunten für ein kurzes Gespräch mit jeden - da bräuchte ich 3 Stunden täglich und ich schaffe vielleicht eine halbe Stunde und da bin ich schon halb weggetreten - bitte auch dafür um Entschuldigung.

Wir 3 im Dezember sind schon eine einspielte Gemeinschaft und es war von vornherein klar, dass es eine Ruck-Zuck Aktion werden musste. Trotzdem war es schön, dass es so funktioniert hat.


Ausblick: Es ist wohl das Ende der ursprünglichen romantischen Idee, schöne Erlebnisse in der grandiosen Gegend mit direkter Hilfe für die Bevölkerung zu verbinden.
Die Gemeinde Gramsh kann nur „nützliche Sachen“ zollfrei übernehmen, dezidiert nicht darunter sind Spielzeug oder Süßigkeiten. Dazu kommen die Gebühren für die Transitpapiere, die je Grenze und Auto 30.-€ ausmachen, ungefähr das Gleiche kostet die Endfreigabe in Elbasan. Das gibt mit BIH, MNE, Transit in Albanien und Endfreigabe 120.-€ Gebühren pro Auto, wenn man es nicht schafft, die Gebühren herunterzuhandeln.

Da Weihnachtspäckchen ohne Süßigkeiten und Spielzeug doch etwas neben dem Sinn wären, müssen wir die Caritas Albania zur Mitarbeit bewegen, diese hat die Einschränkung nicht. Und es muss uns gelingen, die Ware mit wenigen großen Fahrzeugen zu transportieren. Ev. auch auf dem Weg über Italien und die Fähre nach Durres. Als Hilfe für eine Überschlagsrechnung: 1 m Containerlänge kann 100 Pakete laden und das sind ca. 1000 kg Ladungsgewicht. Es gibt ca. 490 Familien in der Gemeinde Porocan und ca. 240 Schüler / 40 Lehrer.

Auch die Route im Landesinneren ist nicht besser: Daniel Muralter von der 4x4 Hilfe ist ein Monat nach uns an der Grenze Serbien -> Kosovo gescheitert, er durfte mit seinen Hilfsgütern nicht einreisen, obwohl sich, wie er sagte, die Zöllner beider Länder sehr für ihn eingesetzt haben, aber die Weisung kam dann von "Oben""  undecided

Bis auf Weiteres kann ich nichts für Albanien sammeln, weil ich nicht weiss, wie es weitergeht. Aber wir werden uns bemühen.

Liebe Grüße aus Graz!
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Re:Albanien-Hilfsfahrt Dezember 2017
« Antwort #20 am: 5.Februar 2019 15:2:39 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hallo Hans,

Danke für deinen ausführlichen Bericht. Wir haben uns ja leider in Albanien verpasst und zu Hause wollte wir Dich besuchen, aber du warst zu dem Zeitpunkt wohl auch auf der Rückreise und Handy war aus.
Von deinem Malheur an der Grenze hatten wir schon in Albanien gehört. Was für ein bürokratischer Wahnsinn...
  shocked

Schauen mir mal, wie sich das die nächsten Jahre weiterentwickelt.

Gruß Claas
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