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  20.Juli 2024 12:32:51

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 Thema: Starthilfe Batterie-Lader (schwer/schwerer/schwerst; Frage Leistungs-Elektrik)  (Gelesen 553 mal)
WJM

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Starthilfe Batterie-Lader (schwer/schwerer/schwerst; Frage Leistungs-Elektrik)
« am: 25.Januar 2024 01:43:31 »
Antwort mit Zitat nach oben
Schon laenger wollte ich mir ein weiteres Starthilfegeraet zulegen, besser/intelligenter (Langzeitladen, ohne Beobachtung) und vor allem schwerer/staerker.
Beides zusammen laesst sich fast nicht finden, wenigstens nicht fuer einen vernuenftigen (Neu-)Preis....sprich ueberteuerte Werkstatt-Geraete, 500-1000 euro.
Gehofft & gesucht habe ich lange nach eine Variante, wovon ich immer noch *meine* dass es eine solche geben *sollte*, oder wenigstens mal gegeben *hat* (damit dann gleich auch billig gebraucht....:)).
Einer mit 380/400v Drehstrom.
Weil nur damit kommt man, mit 380/400V Hausanschluss (16A), auf eine vernuenftige kW-Leistung; rein rechnerisch 11kW.
So richtig verstehen tue ich aber die Leistungsangaben von uebliche 230v Starthilfe-Geraete eh nicht, da wird bis 12kW bei 630A gezeigt.
Wo es doch eigentlich doch nur maximal 3500W sein koennte (bei 230v/16A).
(oder 3660W, wenn ich mich recht erinnere)

Gefunden oder gar gesehen/gehoert/gelesen hab ich eine solche 380/400v Variante aber nie.
Vielleicht auch besser, weil so einer, mit alten guss-eisen Trafo, wohl gar nicht mehr ohne Raeder auskaeme, geschweige noch irgendwie hoch zu heben waere, ob Treppe oder Ladekante.
(im AC-Bereich 380v->110v habe ich einige Regelbare Trafo's (Kino-Standbild Projektoren), die sind noch mal zusaetzlich mit Trafo-Oel gefuellt....:))

Neulich wuchs mein Anlass, weil mein hiesiges Einstiegs-Geraet (schon auf Rollen, aber eben nur 140A/2,2kW) es worst-case partout nicht schaffte einen tiefgefrorenen alten/vorkammer PKW-Diesel mit alten/fast-toten AGM an zu kurbeln.
Rein rechnerisch schon nachvollziehbar; angeblich ziehen die Vorgluehkerzen schon etwa 100A; die mit ebenfalls 2,2kW angegebenen Startmotor kriegt dann so nicht mehr genug.
(bin mir nur nicht sicher ob die Elektriker sich da nicht doch schlauerweise einen Start-Aus Schaltung im Vorglueh-Schaltplan verbaut haben....?)


Letztendlich kam mir dieser ueber den Weg, AEG LT 60:

https://www.ebay.de/itm/353174321886

(https://www.aeg-automotive.com/lt-serie

(dort aber kein PDF Datenblatt, komischerweise:
https://www.conrad.com/en/p/aeg-lt-60-10091-industrial-charger-60-a-20-a-1884928.html#productDownloads )

Digital, 9-Stuefig laden mit bis zu 60A, 1,5V Mindestspannung, 540A Startstrom (intelligent geschaltet, vor- & nachher wird nur mit 5A geladen), und temperatur-kompensiertes laden
(nur doof dass der Temperatur-Sensor an die Minus-Zange verbaut wuerde; wenigstens bei Nassbatterien sollte man die Masse sonstwo herholen (explosions-Gefahr), oder worst-case gar direkt am Startmotor legen), plus 13,6v/30A Konstantspannungsversorgung.

Und an sich schon 12/24v, nur hat man die 24v Sparte ziemlich karg gebaut: nur 20A laden, und gar *keine* Startstromhilfe.

Weil (bis) gestern auch noch ein 10% Rabatt galt (obendrauf der bereits vorhandenen & immer noch geltenden 35% Nachlass) habe ich erst mal zu geschlagen; 289->189->170 euro....das geht ja noch, so viel billiger sind auch alte/analoge Einstiegsgeraete (auf Rollen) nicht, mit weit weniger Leistung)


Also, fuer 24v worst-case braeuchte man immer noch zwei solche....:))
(ich entsinne mich noch auf die Variante/Konstellation mit mehrfachen 100A Battery-Equaliser/Charge-Balancer; wenn man die 12v/540A Starthilfe auf einer Batterie gibt, muesste (duerfte?) der zweite vom Equaliser gespeist werden, also irgendwie haette man dann wenigstens 2x 270A separat verteilt.
(das ist aber immer noch karg; ein HJ60/2H habe ich mal mit 390A Startstrom gemessen; zwar Vorgluehen + Startmotor zusammen, dafuer aber bei Zimmertemperatur)


Nichtdestotrotz, Kommentar willkommen, besonders von Leistungs-Elektriker, die mir diese Mogelei der kW-Daten erklaeren koennen....:))
Verstehe zwar etwas von Cosinus-Phi, aber damit kommt man nicht von 3,5kW auf 12kW.
(und interne Hilfs-Batterien gibt es da auch nie, sonst haette das schon mal irgendeiner, irgendwo, erwaehnen muessen, wenn auch nur als Verschleissteil)


NB, worst-case Szenarien:

- Tank leer, Treibstoff-Leitung leer, erfordert minutenlanges Orgeln

(auch ein Grund besser AGM-Batterien zu haben, die knicken weit spaeter ein)
(habe mir vor einige Zeit eine Victron Super Cycle zugelegt, die verkraften sogar mal mehrfache 100% Entladungen, dazu in mehrstuendiger Ruhezustand (das versaut jeden Batterie, auch normale AGM), und in Gegensatz zu reine Versorgungsbatterien duerfen die auch noch ordentlich geladen werden (die 125Ah Variante mit 37,5A; ueblich ist maximal 0,2C, also 25A)


- Vorgluehspiralen ganz im Eimer, Dauerstarten zum aufwaermen.

(das hatte ich im Wehrdienst mal mit einem Zweitakt-Detroit Diesel, im YPR-765, dazu noch Wassereinbruch....also die ganze Kaserne erst mal ganz nett in weiss gehuellt, danach schwarz)
(dafuer lief der Oberst schoen rot an, aber ich hatte beide Maengel bereits vielfach im Fahr-/Wartungsbuch vermerkt, also galt sein Aerger letztendlich nur die Wartungskompagnie....:))



PS: habe mich uebrigens auch schon laenger die Geraete-Kategorie tragbare Super-Cap/-Kapazitator Startbooster angesehen, aber das ist nur eine Teilloesung, sprich bei kuerzzeitiges Starten, nicht bei Dauer-Orgeln (das gilt ebenfalls die normale Lithium-Ion Startbooster)


*Verkaufe Battery-Equalizer/Charge-Balancer/Wandler 24->12v/100A*


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« Letzte Änderung: 25.Januar 2024 04:57:23 von WJM » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
OlliD

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Re:Starthilfe Batterie-Lader (schwer/schwerer/schwerst; Frage Leistungs-Elektrik
« am: 25.Januar 2024 04:51:41 »
Antwort mit Zitat nach oben
Schnee von gestern ... nimm ne 24v/60Ah LiIon und er startet zügig.
Spannung ist um 26.4 V unter Last und bricht nicht so schnell ein.
Steht bei mir "neben dem Bett" und ist "tragbar".
Im kalten Winter ggf. in ne Hülle oder mit folie beheizen.
Gibt es sogar mit integriertem Frostschutz - aber das ist ohnehin hauptsächlich fürs Laden wichtig.
Werde wohl mittelfristig komplett darauf umsteigen, den die "Blei" Batterien etc. sind schwer, brechen Spannungstechnisch ein und letztlich altern sie auch recht schnell.
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WJM

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Re:Starthilfe Batterie-Lader (schwer/schwerer/schwerst; Frage Leistungs-Elektrik
« am: 26.Januar 2024 02:42:44 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: OlliD am 25.Januar 2024 04:51:41
Schnee von gestern ... nimm ne 24v/60Ah LiIon und er startet zügig.
Spannung ist um 26.4 V unter Last und bricht nicht so schnell ein.
Steht bei mir "neben dem Bett" und ist "tragbar".
Im kalten Winter ggf. in ne Hülle oder mit folie beheizen.
Gibt es sogar mit integriertem Frostschutz - aber das ist ohnehin hauptsächlich fürs Laden wichtig.
Werde wohl mittelfristig komplett darauf umsteigen, den die "Blei" Batterien etc. sind schwer, brechen Spannungstechnisch ein und letztlich altern sie auch recht schnell.


Ha!
Gerade als Schnee von gestern konnte ich solch einen Victron fast neuwertig fuer ein Fuenftel des Neupreises ergattern....;))
Angeblich sind das vielfache Erstausruestungen in Wohnmobile & Wohnwagen, und als Gewichtsrsparnis gegenueber Li-Ion fliegen die dann oefters mal raus....;))
(und finden einen dankenden Zweitbesitzer....:))

Und leichter ist deine Batterie ja auch nicht (der AEG LT 60 ist relativ leicht, mit 18,6kg, wohl dank fehlendes Eisen-Netzteil; laesst sich damit auch noch gut versenden).
Dazu gilt dann noch ein Worst-Case draussen, a la Murphy: Schnee/Glatteis....die 20kg rolle ich dann lieber, als zu tragen....;))
Ebenfalls ergonomisch besser ist ein hoehes Geraet, gegenueber ein tiefes, worueber man leicht (fluchend) stolpert, im dunklen Morgenstund....;))
Und gleich mal messen/anzeigen was der Batterie noch in sich hat & in sich aufnimmt ist auch immer hilfreich.


Uebrigens habe ich noch ein weiteres Murphianisches Worst-Case Szenario, dass ich mit nur ein solchen Grosslader immer noch nicht geloest habe:
Ein umschaltendes 12/24v Bordnetz, wie beim TLC HDJ80 (und einige Trecker, glaube ich)....12v Bordnetz & Verbraucher, 24v Startmotor.
Meist kann man Murphy vermeiden, in dem (falls) nur eine Batterie schlecht ist, und der andere/gute dann auch ohne Starthife noch genug liefert fuer 24v....aber wenn beide im Arsch sind wird es verzwickt (zB wenn beim Langzeit-Dauerladen der Lader sich verabschiedet hat, unbeobachtet, und beide Batterien auf null gingen).

NB Temperatur-Bereich:
Die Super-Cap Startbooster Variante mag ich an sich auch nur deswegen weil der fast voellig Temperatur-Indifferent ist.
(braucht aber zum Aufladen noch etwas Leben im Batterie, oder halt nur dazu eine Fremdbatterie)
(kann uebrigens nirgendwo handfeste Daten finden zu deren (relativ hohe) Selbstentladung; ob solche Super-Cap's auch noch taugen als kurzstundiger Powerbank)
(eben auch weil so fein schnellade-faehig, 5 minuten an eine 12v Batterie reicht)

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Re:Starthilfe Batterie-Lader (schwer/schwerer/schwerst; Frage Leistungs-Elektrik
« am: 26.Januar 2024 22:44:58 »
Antwort mit Zitat nach oben
Teil der Daten-Mogelei steckt scheinbar in dieses Detail, '1V/e' bzw '1V/c', als Startstrom-Angabe.

Diesen Wert deutet angeblich auf eine Tiefentladene Batterie, mit/unterhalb von 1,0v pro Zelle (von nominal 2v/Zelle!)....also eben nur 6,0v bei eine 12v-Batterie, und 12,0v bei eine 24v Batterie.
Damit wird die Rechen-Mogelei offensichtlich; also nicht dessen Startstrom multipliziert mit 12v oder 24v, sondern 6,0v oder 12,0v.
(zuerst dachte/fuerchtete ich noch dass sogar diese alte total-dumme Batterie-Lader doch noch irgendwelche schlaue Schaltung verbaut hatten, aber hier gilt wohl etwas wofuer man auch bei Elektro-Winden warnt: sinkt der Spannung, steigt der Strom (damit doppeltes Kuehlproblem, mehr Waerme-Entwicklung, weniger Drehzahl = weniger Lueftung).

Uebrigens fand ich diese Einschraenkung endlich mal vernuenftig erklaert/erwaehnt in die PDF-Anleitung vom Telwin Dynamic 420.
(selbst hatte ich eins deren Einstiegsgeraete, Dynamic 210)

Und nochmals darauf suchende fand ich gerade bei Telwin sogar diese von mir vermutete/erhoffte 380v/400v Variante, der Energy 650....:))
(neben Dynamic 420 gibt es auch noch 520 & 320)
(und neben Energy 650 Start (1k euro) sogar auch noch Energy 1500 Start (a 2k euro....:))
(dafuer braucht man dann schon eine 25A Absicherung, also zu schwer fuer den normalen 380/400v Hausanschluess....:))

Uebrigens#2 ist dieser AEG LT 60 auch bereits 10 Jahre auf dem Markt....damit liesse sich vermuten dass diese 35% Rabatte auf ein eventuelles Produktions-Ende hindeuten.
Eben auch weil der keine Lithium-Batterien laden kann (und das Auffolge-Modell womoeglich schon).
(die groessere Victron/Mastervolt Lader koennen das schon seit 10-20 Jahren)
(bis 12v/100A & 24v/100A, bieten aber keine Starthilfe)

Uebrigens#3 scheint mir eine Li-Ion als fest verbauter *Start*batterie auch nicht sehr logisch, schon gar nicht as Ersatz fuer Blei/AGM/Gel, weil das (motor-seitige) Batterie-Ladesystem darauf nicht eingerichtet ist.
Also in *diesen* Kontext macht auch die Kombination von Starthilfe + Li-Ion-lader weniger Sinn....
(Li-Ion als tragbare Starthilfe natuerlich schon)


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Re:Starthilfe Batterie-Lader (schwer/schwerer/schwerst; Frage Leistungs-Elektrik
« am: 31.Januar 2024 08:22:46 »
Antwort mit Zitat nach oben
Uebrigens Lithium:
Zwar schrieben wir beide 'Li-Ion', aber gerade wegen (interner)Heizung waere das (in dem Fall) doch eher LiFePO4, richtig?
(andersherum haben diese scheinbar weit weniger Startleisting als Li-Ion; in meiner Suche fand ich maximal 450A, dazu nur die beheizte Variante)

Ist Li-Ion ueberhaupt so frost-sensibel als LiFePO4?

Andersherum, dazu gut passend zum Militaer-Volvo (& Schnee-von-gestern....:)), erregte dieses Heizungs-Aspekt mal wieder eine Suche nach die Nato-Block Batteriekasten mit integrierte Heizung....
Werden zwar immer noch angeboten auf Ebay, nur scheint schon seit ein Jahrzehnt immer noch keiner schlauer geworden zu sein ueber die notwendige Schaltung/Speisung....
Wenigestens haette man doch erwartet dass mal jemand einfach 24v auf die 2 Stecker setzt....viel mehr als eine dumme Widerstandsheizung kann da doch eigentlich nicht drin sein....

NB: im hiesigen Programm von Telwin & Co sehe ich jetzt auch die Angabe 'Lithium' (wie Victron/Mastervolt schon weit laenger), aber irgendwie scheint mir das Li-Ion & LiFePO4 nicht das genau gleiche (und beide eher sensibele) Ladeverfahren haben?
Wohl eher LiFePO4 dann, wenn nicht explizit doppelt spezifiziert?

NB2:
Bei einen (wohl) aelteren Telwin Startronic 500 Werkstattlader sah ich neben 'wet' & 'gel' nur noch 'NiCd'....:))
(welche Anwendung das wohl mal war?)

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« Letzte Änderung: 2.Februar 2024 21:40:46 von WJM » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Starthilfe Batterie-Lader (schwer/schwerer/schwerst; Frage Leistungs-Elektrik
« am: 2.Februar 2024 21:44:58 »
Antwort mit Zitat nach oben
Kleiner Nachtrag:

Aldi hat momentan das (weit) kleinere AEG-Modell LT20 im Angebot, fuer 69 euro (38% Rabatt):

https://www.aldi-onlineshop.de/p/mikro-ladegeraet-lt-20-ampere-101013764/

12/24v, 2-10-20A, ebenfalls 9-Stufig, aber keine Starthilfe, und auch kein Batterie-Typ Auswahl.
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