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News: Setzt euren aus Schweden geholten C30x in die "Datenbank"

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  03.April 2020 21:11:23

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 Thema: Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt  (Gelesen 588 mal)
gunterle2

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Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 04.September 2019 22:37:19 »
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Oft sind ja Sachen, die man sich so selber ausdenkt nicht so ganz ausgegoren ...
...
....
Doch in diesem Fall war es ausnahmsweise anders :-) :

Ich habe mir nämlich ein Dachzelt selber gebaut, weil keines der käuflichen meinen ähh unseren Anforderungen entsprochen hatte:
1. Wollten wir zu dritt (2 Erwachsen + Kind) gemütlich drin schlafen können....und dann kam
2. der Haken: Es sollte so stabil sein, dass ich ein paar Surfbretter drauf festschnallen kann und drauf rum laufen kann.

also:
--> selber bauen (oder für sehr viel Geld selber bauen lassen, was auch o.k. wäre, weil der Aufwand doch größer ist).

Ich --> sschnell selber bauen! --> das waren dann am Ende mit Planung wahrscheinlich 150 Stunden....hhmm

aber trotzdem, denn
1. groß: gesamt 335 x 193cm = Liegefläche 185 x185cm + Liegefläche 60cmx185cm + Ablage 60cmx120cm.
1. Gesamtgewicht ca. 100kg. Für die Größe und ein begehbares Dach o.k., finde ich.
3. Aufstieg von hinten durch luke + Aufstieg von innen durch die dachluke vom Volvo :-)

Ganz kurz ein paar Fakten (ich habe es schon ausführlicher im Allradlkw Forum beschrieben) und wer will kann mich natürlich gerne fragen!
Konstruktionsweise: Epoxy-sandwich
Trägermaterial: herkömmliche Baustellen xps-Platten (die rosanen ;-)) in 20 und 40mm.
Glasgewebe: 2x280gr. INdustriequalität
Harz: mittelqualität
Zeltstoff: 190gr, habe ich die Abwicklung  gezeichnet und dann vom Segelmacher fertigen lassen (nicht ganz billig, aber hat sich gelohnt).
Befestigung: einlaminierte Airlineschinen (hat sich bis jetzt voll bewährt und ist extrem praktisch')

Ach ja die Kosten: Am Ende waren es doch deutlich über 2000,-€

Resümmee bis jetzt: hat jetzt einen 2 Wöchigen Urlaub und verschiedene kleine Ausflüge gut überstanden und wir sind echt glücklich damit!

....
Wenn jemand weniger Aufwand betreiben will und einfach ein leichtes, individuelles Zelt zum Schlafen sucht, könnte man das ganze natürlich auch viel schneller und günstiger herstellen.

Jetzt noch ein paar Bilder:





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fragnix

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Re:Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 05.September 2019 10:41:57 »
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Spannendes Thema!

Ich habe ein relativ grossen Dachzelt, möchte mir aber noch eines selber bauen. Zum einen, weil ich denke, dass es preiswerter wird, zum anderen, weil es idealerweise zentimetergenau zum Wagen passen soll. Es soll wieder ein 180° Aufklappzelt werden, bei welchem dann die Bodenfläche zweimal der Fläche in Fahrt entspricht.

Daher frage ich einfach mal drauf los: Magst Du etwas zu den Scharnieren sagen, welche Art und woher bezogen?

Was ist "Abwicklung zeichnen", sprich: was braucht so ein Segelmacher für seine Arbeit?
Wir haben unser altes Zelt einmal komplett auseinandergenommen, um das Stockige grundlegend loszuwerden, und um einiges umzubauen. Selbst den jahrzentelang dort befindlichen Stoff haben wir am Ende kaum wieder drauf bekommen. Wie soll das erst mit einem Stoff klappen, der nur theoretisch berechnet wurde? Ohauha.... Wir tendieren dazu, den Stoff schneidern zu lassen, den Rest zu gross zuzuschneiden, und dann das Holz einzukürzen, bis der Stoff passt ;-) Man kann ja ruhig dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen  cheesy

Mir ist Gewichtsersparnis wichtig, und Sicherheit bei der Fahrt. Daher würde ich zukünftig statt der aktuell zwei Querträger auf dem Dach eher drei bis vier einsetzen wollen. Das würde mir und meinen Paranoia nämlich die beiden Sicherheitsgurte ersparen, die ich aktuell vor jeder Fahrt drum spanne.
Wenn ich aber nun eh vier Querträger habe, dann sollte ich die Bodenplatte reduzieren können, sagt meine Logik. Wobei sich das auf meinen gelegentlichen Aufenthaltort "Papanien" bezieht, und in Papanien ist manches anders. Nicht alles lässt sich 1:1 auf diese andere Welt "Realität" übertragen (was eindeutig ein Fehler in der Realität ist).
Du hast wahrscheinlich siebzehn verschweisste Panzerplatten als Boden genommen, damit es stabil ist  grin  Denkst Du, dass eine Leichtgewicht-Bodenplatte, z.B. Tischlerplatte 5 mm, grundsätzlich OK wäre, solange die vier Querträger dauerhaft am Zelt sind?

P.S.: Steht Dein Dachzelt nicht massiv über, oder ist das verschiebbar?
« Letzte Änderung: 05.September 2019 10:42:52 von fragnix » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
gunterle2

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Re:Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 05.September 2019 14:22:37 »
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Ich gehe mal der Reihe nach durch und füge dann in kursiv ein ;-)

Zitat von: fragnix am 05.September 2019 10:41:57
Spannendes Thema!

Ich habe ein relativ grossen Dachzelt, möchte mir aber noch eines selber bauen. Zum einen, weil ich denke, dass es preiswerter wird, zum anderen, weil es idealerweise zentimetergenau zum Wagen passen soll. Es soll wieder ein 180° Aufklappzelt werden, bei welchem dann die Bodenfläche zweimal der Fläche in Fahrt entspricht.

Daher frage ich einfach mal drauf los: Magst Du etwas zu den Scharnieren sagen, welche Art und woher bezogen?

Oh, ja, die SCharniere; die haben mir auch einiges Kopfzerbrechen bereitet: Ich habe im Prinzip ein SCharnier über die gesamte Länge gemacht. Ich habe eine Glasfaserrohr ( dm8mm aussen ca. alle 15cm durchtrennt (da wo die kraft der Gasdruckfedern eingeleitet wird) und innen nur alle 70cm; dann GUT dran laminiert und einen Glasfaserstab durchgesteckt. Hält bis jetzt gut, jedoch würde ich, wenn ich es wieder machen würde, stattdessen ein Edelstahlrohr nehmen, weil stahl halt doch zäher ist und die Gasdruckfedern mit 190kg schieben.

Was ist "Abwicklung zeichnen", sprich: was braucht so ein Segelmacher für seine Arbeit?
Wir haben unser altes Zelt einmal komplett auseinandergenommen, um das Stockige grundlegend loszuwerden, und um einiges umzubauen. Selbst den jahrzentelang dort befindlichen Stoff haben wir am Ende kaum wieder drauf bekommen. Wie soll das erst mit einem Stoff klappen, der nur theoretisch berechnet wurde? Ohauha.... Wir tendieren dazu, den Stoff schneidern zu lassen, den Rest zu gross zuzuschneiden, und dann das Holz einzukürzen, bis der Stoff passt ;-) Man kann ja ruhig dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen  cheesy

Man muss natürlich sagen, dass meine Zeltbahn recht einfach geschnitten ist ;-). Ich füge nachher mal ein Bild von der Abwicklung ein, das ist die Zeichnugn nach der der Segelmachj den Stoff schneiden kann; so konnte der Segelmacher sich einfach auf meine Angaben verlassen und musste sich nur um die Details kümmern. Als Befestigung habe ich oben wie unten Kederschienen genommen (Wie alles einfach mit epoxy hingepappt), die machen auch zugleich dicht. Das einfädeln war zwar schon mühsam, aber weniger schlimm als gedacht. Im prinzip musste ich nur schauen, dass die länge der einzelnen seiten passen, und dann im "entspannten" zustand einfädeln und nachher setzen die gasdruckfedern das ganze unter spannung; man muss nur die Gasdruck federn so lang wählen, dass die den Zeltstoff auf jeden fall unter spannung setzten.

Mir ist Gewichtsersparnis wichtig, und Sicherheit bei der Fahrt. Daher würde ich zukünftig statt der aktuell zwei Querträger auf dem Dach eher drei bis vier einsetzen wollen. Das würde mir und meinen Paranoia nämlich die beiden Sicherheitsgurte ersparen, die ich aktuell vor jeder Fahrt drum spanne.
Wenn ich aber nun eh vier Querträger habe, dann sollte ich die Bodenplatte reduzieren können, sagt meine Logik. Wobei sich das auf meinen gelegentlichen Aufenthaltort "Papanien" bezieht, und in Papanien ist manches anders. Nicht alles lässt sich 1:1 auf diese andere Welt "Realität" übertragen (was eindeutig ein Fehler in der Realität ist).
Du hast wahrscheinlich siebzehn verschweisste Panzerplatten als Boden genommen, damit es stabil ist  grin  Denkst Du, dass eine Leichtgewicht-Bodenplatte, z.B. Tischlerplatte 5 mm, grundsätzlich OK wäre, solange die vier Querträger dauerhaft am Zelt sind?

Also: Das DAchträgerproblem hat mich auch länger beschäftigt ;-): ICh habe grundsätzlich statt Tägern links und rechts am DAch Airlineschinen fest montiert. da drauf kann man dann nach belieben träger drauf machen. Bei mir aktuell 4*8cm Dachlatten im Abstand von ca. 70cm. Gleich mal an alle skeptiker: ICh habe damit bestimmt schon 200kg holzbalken gefahren und da rührt sich aber überhaupt nichts, nirgendwo! (Ein anderes Thema ist vielleicht das H, aber die Diskussion will ich jetzt mal aussen vor lassen, bei mir hat auch noch nie ein PRüfer aufs dach geschaut ;-)). Als Bodenplatte vom dachzelt habe ich 40mm xps-Platten genommen an dich ich noch unten 40mm "träger" (auch aus XPS) dran laminiert habe. Alles wie gesagt mit 2 *280gr glasgewebe. Bei den 4 Holzlatten hätte ich die anlamierten Träger wahrscheinlich gar nicht gebraucht (oder umgekehrt). Ein Vorteil von meinem DAch"träger"system ist, dass es praktisch nicht aufträgt. WEnn du deine Bodenplatte leicht und stabil haben willst kann ich ein epoxydharz
sandwich nur empfehlen. Ich glaube nicht, dass es möglich ist etwas anderes mit einem vergleichbaren Gewichts-stabilitäts verhältnis her zustellen. Das Dach spannt bei mir ja auch über 190cm und ist begehbar (ohne dass sich da was rührt); DA habe ich allerdings 6cm-Träger (Abstand ca 65cm) drunter laminiert.
Ein schöner Nebeneffekt meiner Bauweise ist, dass man ein gut gedämmtes DAch und Bodenplatte hat :-)
INsgesamt ist mein System mit 8 Gurten am DAchbefestigt, wovon ich 4 zum Aufklappen lösen muss. (einfach aus den Airlne schienen aushängen, fertig


P.S.: Steht Dein Dachzelt nicht massiv über, oder ist das verschiebbar?

Das DAch ist bei nicht vershiebbar (auch weil ich den Platz davor für z.B. kinderradlanhänger brauche ;-)).
Eigentlich hat mich der Überstand nicht wahnsinnig gestört, es sind insgesamt hinter der Dachkante 100cm hinaus, aber das Reserverad steht ja auch schon 40cm über
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gunterle2

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Re:Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 05.September 2019 15:27:57 »
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Zitat von: fragnix am 05.September 2019 10:41:57
  Denkst Du, dass eine Leichtgewicht-Bodenplatte, z.B. Tischlerplatte 5 mm, grundsätzlich OK wäre, solange die vier Querträger dauerhaft am Zelt sind?


5mm erscheint mir arg wenig; Ich würde eher was mit geringerer Dichte und höherem Querschnitt wählen
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solarstone

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Re:Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 06.September 2019 11:20:21 »
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Hallo gunterle,

wow das ist eine Leistung... Kosten und Arbeitszeit darfs du da nicht hochrechnen. Aber der Lerneffekt und die Feststellung sowas in Eigneregie sinnvoll bauen zu können ist unbezahlbar. Ein tolles und einzigartiges Projekt das Du da auf die Beine gestellt hast...

Was cool wäre wäre eine Kederschiene am Überhang, dann könntest Du da ein Vorzelt einkedern und hättest den Raum um die Hecktüre noch zusätzlich.

Bezgl Dachträger und H und Tüv. Das Zeug auf dem Dach zählt in D als Ladung und ist daher auch nicht eintragunspflichtig, die Ladungssicherung liegt aber in der Verantwortung des Fahrers.

@ Fragnix: Bezgl dünne Bodenplatte, Gewicht und Stabilität fällt mir theroetisch folgende Lösung ein: Man schweißt aus Alu-Vierkant-Profilen einen Rahmen mit vier seitlich offenen Querstreben. In die Querstreben steckt man Klemmfüße für die Regenrinne (hab ich sinngemäß bei meinem Dachträger auch so gemacht und klappt prima).
Die Klemmfüße sind so bemessen dass der Rahmen auf dem Dach aufliegt. Die Freiflächen des Rahmens füllt man mit Sandwichmaterial und spart dabei die Dachluke aus. Dann noch Laminieren und man hat nen in die Bodenplatte integrierten Dachträger mit Durchstieg....

Viel Spaß mit dem tollen Zelt!

Viele Grüße
Raffi
Ein Schelm wer dabei Böses denkt...
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gunterle2

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Re:Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 06.September 2019 11:34:15 »
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Zitat von: solarstone am 06.September 2019 11:20:21
Was cool wäre wäre eine Kederschiene am Überhang, dann könntest Du da ein Vorzelt einkedern und hättest den Raum um die Hecktüre noch zusätzlich.


Hab ich gemacht, an 3 Seiten :-)

... Bis jetzt bin ich aber nur dazu gekommen, 1 längsmarkise tu machen. Hab ich so eine billige restezeltbahn mit quellschweissmittel zam gepappt... Aber bis jetzt hälts.... Fur nächsten Frühling habe ich mir dann das heckzelt vorgenommen
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fragnix

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Re:Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 06.September 2019 13:00:12 »
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@Raffi: Guter Vorschlag, Danke! Da wird das doppelte Material Träger/Boden eingespart. Ich werde mich mal an's Zeichnen machen.
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Andalf

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...Früher war alles "NICER" !!:-)

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Re:Dachzelt selbst gebaut - voll überzeugt
« am: 07.September 2019 22:02:14 »
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Hi Guntherle,

jetzt bin ich schon gefühlte 30x bei euch in Weilheim auf dem Weg nach Wessobrunn zu den Schwiegereltern bei dir vorbeigefahren und jedesmal wollte ich klingeln, da ich einen beigen Volvo versteckt gesichtet habe und ich ihn hier im Forum keinen zuordnen konnte  grin 

Originalton meiner Frau: "Du kannst doch da nicht einfach da klingeln"...ICH: "Warum nicht, ist ja einer von uns!":-)
Umso mehr freut es mich jetzt hier auf einem deiner Bilder das WM gesichtet zu haben:-))

Also da du ja nur 20 km weg wohnst, würde ich mich gerne mal treffen wennst Lust hast:-))

P.S.: Geiles Dachzelt für die Familie, so kreativ war ich mit unserem nicht... hab ein Tembo 4x4 Zelt in 240x190 cm und das ist schon fett, aber deines  shocked

V G Andy
NEIN, ich bin keine KFZ´ler und stelle deswegen manchmal "komische" Fragen:-)
« Letzte Änderung: 07.September 2019 22:06:06 von Andalf » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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