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  17.September 2019 19:14:36

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 Thema: Welche Batterien für Bordstrom  (Gelesen 2268 mal)
valp

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Welche Batterien für Bordstrom
« am: 09.Juni 2008 23:53:07 »
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Moin Leute! Ich will mich mal wieder einem meiner leidigsten Themen widmen: Dem Bordstrom.

Was ich haben will: Zwei Batterien, die über ein Trennrelais geladen werden. Keep it short and simpel. Erstmal kein Solar (gerne später, ist aber derzeit nicht für mich in der Größe, die ich gerne hätte, finanzierbar), keine Spezialladeregler, keine was weiß denn ich noch was. Einfach zwei gute Akkus.

Aber welche nehmen? Ich denke da derzeit an Odyssey oder YellowTop. Also kein Gel. Hier die erste Frage: Ist das die richtige Wahl?

Zweite Frage: Welche Kapazität ist sinnvoll? Ich will das Aussenfach des TGB1314, das normalerweise für die Standheizung gedacht ist, dafür opfern. (Wenn man die eine Trennwand rausnimmt ca. 30cm tief x min 65cm breit (eher mehr, aber da ist ne Schräge) x 37cm hoch) Mir fällt derzeit kein besserer Platz ein und eine Standheizung hab ich nicht und brauch ich auch nicht. Hab im Winter mit gutem Schlafsack kein Problem gehabt, zur Not schaff ich mir halt noch ne kleine andere Heizung an, die ich bei Bedarf mitnehme. In der Wüste bin auch eher selten, am Meer ist es auch in der Nacht nicht zu kalt...

Also, welche Batterien sind sinnvoll? Hängt vom Verbrauch und den Standzeiten ab. Hab zur Zeit einen Elektrokühlschrank von Waeco. Ich weiß, Kompressorkühlschränke sind besser, aber auch teurer. Zur Not sattel ich da noch mal um, wenn das ökonomischer ist. Dazu kommt noch definitiv ein 230V Wandler mit einer sauberen Sinuskurve (weiß noch nicht welches Modell) an das ich unbesorgt Kameras (Akkus) und Laptops hängen kann. Evtl. auch mal einen Drucker. Der Wagen soll auch mal als autarkes Büro / bzw. Video-Schnittplatz fungieren können. Musik (oder Funk) würde ich auch gerne mal einen Tag laufen lassen können, ohne dass das System in die Knie geht. Licht werde ich über weiße Dioden lösen, das ist inzwischen kein Thema mehr. Unter diesen Bedingungen würde ich gerne min. zwei moderate Tage keine Sorge haben. (Also durchlaufender Kühlschrank, aber im Sparmodus, 3h+ Laptop, 5h Musik bei gedämpfter Lautstärke)

Außerdem wichtig: Falls ich doch noch mal auf Solarstrom hochrüste, will ich hier schon das richtige haben. Dann aber in der Größe, dass ich die gesamte Fläche innerhalb der Reling auf dem Dach mit begehbaren Solarzellen pflastere (150cm x 172cm bzw. 6x48WP!), so dass der Wagen min. eine Woche (gerne länger bis unendlich...) im oberen Sinne autark ist. Wobei es gut sein kann, dass auch zwei Laptops betrieben werden müssten. (Die Pistenkuh kriegt das schließlich auch hin rolleyes )

Wozu würdet Ihr raten? In wieweit ist das Gewicht eigentlich auf gefährlich für den Kipppunkt?
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Wilfired75

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 00:42:17 »
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Also ich mit meinen nicht grade technisch begabten Händen und von daher auch jenseits jeglichen Perfektionsanspruchs habe in meinem C202 (Achtung: Das Problem mit 24 V haben wir C202-Fahrer ja net; aber ich glaube, auch als C303-24V-Fahrer macht man im Wohnbereich wohl besser ne 12V-Batterie, oder?):

- 2 stinknormale Autobatterien (Umkippen wäre wohl nicht nur für die Batterie, sondern auch fürs GFK-Aufstelldach fatal, also bringt die Gel-Batterie in meinem Fall keinen Vorteil) in 12 V mit so zwischen 64 und 88 Ah, je nachdem, was halt im Supermarkt grad für unter 100 Euro im Angebot ist (die 88er hat 80 Euro gekostet), 1 für den Motor und 1 im Wohnbereich für Standheizung, Wasserpumpe, Kühlschrank und Licht.

- in Reihe geschalten, wobei während längerer Nutzungszeiten im Stand natürlich die Wohnbatterie von der Autobatterie abzukoppeln ist (die ganze Verkabelung hat dankenswerterweise schon der Vorbesitzer für mich erledigt - vor 26 Jahren!)

- nen 12V-230V-Hausstrom-Konverter für 100 Euro aus Island (völlig überteuert, bei uns in D kostet son Konverter bis 600 W nur nen Fuffi), funktioniert einwandfrei, lädt während der Fahrt oder im Stand (mit autom. Spannungsabfall-Ausschalten), ganz nach Belieben; zum Laden von Handy-/Videokamera-/Foto-Akkus

1980er C202 Islandversion; 1982er C202 historischer Expeditionsumbau aus Erstbesitz; 3 GrandCherokees (1x Serie, 1x Allround-Umbau, 1x Offroad-Umbau); 90er Chrysler LeBaron 3.0 Cabrio; 1976er Volvo 264 H-Kennzeichen; usw.
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StefanH

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 05:49:33 »
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Moin,
da könnten eventuell gerade zwei Nato-Batterien (100Ah Gel oder 125Ah Säure 286x276x230mm³) reinpassen. Die Höhe bringt nicht viel, da die meisten Batterien nur ca. maximal 230mm hoch sind. 100Ah bei 24V reicht schon für einen Tag aus,vorausgesetzt du funkst nicht gerade ständig mit einem Funkgerät mit mehreren Watt Sendeleistung und hoher Leistungsaufnahme, ein SEM 25 z.B. bringt es auf 80W also reichen 100Ah rein theoretisch ca. einen Tag. Und mein Laptop begnügt sich mit 50W.
Gruß Stefan
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michael

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 07:18:42 »
Antwort mit Zitat nach oben
Die Kapazitätsfrage ist eine reine Fleißaufgabe:

- Wieviel Strom oder Leistung zieht jedes deiner Geräte für wie lange?
- Alles zusammen ergibt deinen Tagesbedarf

z.B: Laptop ca. 35 Watt an 230V sind ca. 38,5 Watt am Wandler.
38,5 Watt / 24V macht ca. 1,6 A.
1,6 A bei 8 Stunden Nutzung macht ca. 13 Ah

z.B. Waeco 50l Kompressor-Kühlschrank 42 Watt bei 18% Laufzeit
das macht etwa 9 Watt Dauerleistung an 24 V
9 Watt / 24 Vollt macht ca. 0,32 A
0,32 A mal 24 Stunden macht 9 Ah, eher 10 Ah wegen Anlaufstrom

Andere Kompressorkühlboxen kommen auf 12 bis 15 Ah pro Tag
Andere Kühlbox-Technik schaft 25 bis 45 Ah pro Tag, da wird es kritisch.

Preisfrage: kannst du bis zu 50% oder 70% der Ladekapazität aus den
Batterien entnehmen? Du kannst nicht mit den vollen 100Ah rechnen.

Kippgefahr sehe ich bei den paar kg nicht.

Gruß
Michael

(der hofft, sich nicht verrechnet zu haben...)


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« Letzte Änderung: 10.Juni 2008 07:21:17 von michael » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
valp

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 09:02:40 »
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Aus dem Werbetext:
Zitat:
In fact, ODYSSEY batteries are capable of providing engine cranking pulses in excess of 2250 amps for 5 seconds – double to triple that of equally sized conventional batteries, even at very low temperatures. And they can handle 400 charge-discharge cycles to 80% depth of discharge.


Hmm, dass hab ich wohl ür mich falsch übersetzt und dachte, es hieße, sie könnten 80% Entladung ab. Tatsächlich heißt es wohl, dass die Batterien nach 400 Durchläufen immer noch 80% Leistung bringen würden...
« Letzte Änderung: 10.Juni 2008 14:24:42 von valp » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
StefanH

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 12:48:04 »
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Zitat von: michael am 10.Juni 2008 07:18:42
Preisfrage: kannst du bis zu 50% oder 70% der Ladekapazität aus den
Batterien entnehmen? Du kannst nicht mit den vollen 100Ah rechnen.

Kippgefahr sehe ich bei den paar kg nicht.

Gruß
Michael

(der hofft, sich nicht verrechnet zu haben...)



Moin,
bei den Nato-Gelbatterien kann man schon die vollen 100Ah bzw. 100% nutzen und das auch recht häufig, die sind zyklenfest..
Normale Starterbatterien schaffen das auch nur halt nicht so häufig, da können schon einige wenige totale Entladungen für den frühzeitigen Tod sorgen. Daher sollte man HD-Batterien nur zu maximal 70% entladen und PKW-Batterien besser nicht mehr als zu r Hälfte.
Gruß Stefan
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Yankee

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 15:14:57 »
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Also ich möchte mal so sagen, wenn man nicht gerade Fernseh guckt reichen 2 75 Ah Batterien
im Wohnmobil gute 2 bis 3 Tage. Das heisst  heizen bzw lüften, Licht, Wasser und so der ganze Kleinkram.

Lässt man allerdings einen Fernseher laufen, kann es schon nach 5/6 Stunden vorbei sein wink
viele Grüsse Frank


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valpi

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Wo sind die anderen L33xx?

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 18:56:42 »
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Hallo,

wenn die Gelbatterien parallel zu den normalen Starterbatterien geladen werden, sind sie bald Schrott. Leider habe ich diese Erfahrung mehrfach gemacht.

Wenn ich nur eine Lichtmaschine habe würde ich ein Trennrelais installieren, dass die Batterien (die beiden Starter und die beiden Bordstrom) beim Laden automatisch zusammenschaltet und trennt, wenn der Motor nicht läuft. Gibt es fertig zu kaufen.

Optimal ist eine eigene Lichtmaschine für Bordstrom, dann kann man auch die guten und teuren Gelbatterien für Solaranwendungen nehmen, ohne sie gleich zu schlachten. Sicher eine Frage des Platzes für die Lima und eine zweite Riemenscheibe.

Es gibt auch Möglichkeit die Batterien mit Dioden zu entkoppeln, der Nachteil ist der Spannungsabfall von 0,5V an diesen Dioden, wenn man nicht gleichzeitig den Regler ändert würden die Batterien nie richtig voll. Das Problem des Mischbetriebes wird auch mit den Dioden nicht gelöst.

Normale gute Starterbatterien sind aber erfahrungsgemäß nach 4 Jahren als Bordstrombatterie einigermaßen platt, auch wenn man das Tiefentladen vermeidet. Gelbatterien im Mischbetrieb aber noch früher, und dafür sind sie sehr teuer.

Viele Grüße,

Boris
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michael

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DER Michael

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 10.Juni 2008 23:39:12 »
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Zitat von: Raptgbil am 10.Juni 2008 18:56:42
wenn die Gelbatterien parallel zu den normalen Starterbatterien geladen werden, sind sie bald Schrott.


Oh ja, das hatte ich vergessen.

Also eine Systementscheidung: Entweder Gelbatterien für Starter UND Bordnetz, oder Standard-Starter und Säure-Solarbatterien für das Bordnetz.

Oder für 300 bis 400 Euro ein Stirling Ladewandler, der für verschiedene Batteriegruppen unterschiedliche Ladekurven bietet.

Das Problem mit Tiefentladungen ist, dass sich manche Ladegeräte weigern, die Batterie wieder zu beleben. Dafür gibt es ja auch extra die eingebauten Spannungswächter, die z.B. die Kühlbox bei 21 Volt Restspannung auskoppeln, um das zu verhindern. Für die restlichen Verbraucher sollte man so eine Sicherung ebenfalls einbauen.

Einen 12-Volt Wandler brauchst du auf jeden Fall auch, da viele Geräte und viele LED-Lampen nur auf 12 Volt laufen wollen. Alles auf 24Volt wird wieder teuerer.

Gruß
Michael
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valp

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 11.Juni 2008 10:00:15 »
Antwort mit Zitat nach oben
Mit dem 12V Wandler, na, warten wir es mal ab. Ich hab vorne einen von Conrad drin (40A -> total überdimensioniert) für Navigeräte und Autogas. Hinten will ich eigentlich keinen haben. Die LED-Lampen basteln wir selber und dann auch gleich auf 24V. Und Wandler auf 240V gibt es auch für 24V.

Einen Laderegler hab ich auch schon zerstört. Der war allerdings für eine 12V Batterie. Deswegen hab ich ja so einen Verdruss mit dem Thema. Ich hatte bereits einen teuren Laderegler, eine schöne YellowTop und einen 230V-Wandler. Der Wandler hackte und alle Travos machten komische Geräusche... Deswegen geh ich das jetzt nochmal von vorne und sinnvoll an. Das System damals hatte schon um die 800 Euro geschluckt ohne das jetzt irgendwas laufen würde.

Ich will nicht unnötig viel Zeug verbauen und deswegen mal so langsam damit anfangen auch auf Platz und Gewicht zu achten. Und da ist jedes zusätzliche Gerät zu hinterfragen. Also: Braucht man so einen Stirling Ladewandler de facto immer oder nur, wenn man unterschiedliche Batteriearten einsetzt? (Ich glaube, das meinst Du, oder?)

Dazu eine simple Frage: Warum Gel-Batterien? Welchen ehrlichen Nutzen haben die? Mein Vater experimentiert sehr viel mit Solarstrom in Kenya rum und die nutzen mit Erfolg alte(!) Starterbatterien. In sofern dacht ich auf klassische Batterien zu setzen.

Einen zusätzliche Lima will ich mir auf keinen Fall anschaffen. Ich hab da aber kürzlich mal was in einem Unimog404 gesehen, das fand ich auch recht spannend: Der hatte kein Trennrelais eingesetzt, sondern seine Bordbatterien (Ich glaube auch klassische Starter) direkt mit der Lima verbunden, so dass es keinen Link zwischen den Batteriebänken gab. Evtl. auch sinnvoll?

So ein Überwachungsschutz werde ich auf jeden Fall auch überall dran setzen (Wenn nicht jeweils schon vorhanden).

Eigentlich schwebt mir folgendes vor:
Zwei dicke 100Ah für Bordstrom, zwei kleinere für Startstrom. Beides nach Möglichkeit aus der selben Baureihe. Evtl. Odyssey, aber auch das nur, weil WJM die mal so hervorgehoben hatte und sich das so in meinen Kopf eingebrannt hat. Das ganze wird dann über ein Trennrelais versorgt. Später irgendwann mal noch Solarzellen mit passenden Ladewandler an das System.
« Letzte Änderung: 11.Juni 2008 10:01:34 von valp » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
michael

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DER Michael

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 11.Juni 2008 16:11:04 »
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Gelbatterien sind dann vorteilhaft, wenn man sie auch quer oder auf dem Kopf einbauen kann, um Platz zu sparen oder besser auszunutzen. Zudem sind sie natürlich auslaufsicherer und unempfindlich gegen Gerüttel.

Du hast schon recht, zwei Solarbtterien z.B. 110 A reichen aus, dazu zwei 60er als Starterbatterie.

Ich empfehle Trennrelais und einen Schalter zusätzlich, mit dem man den Steuerstrom abschalten kann, damit erstmal garantiert nur die Starterbatterien geladen werden.

Gruß
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StefanH

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 12.Juni 2008 07:52:15 »
Antwort mit Zitat nach oben
Moin,
Zitat:
Dazu eine simple Frage: Warum Gel-Batterien? Welchen ehrlichen Nutzen haben die? Mein Vater experimentiert sehr viel mit Solarstrom in Kenya rum und die nutzen mit Erfolg alte(!) Starterbatterien. In sofern dacht ich auf klassische Batterien zu setzen.

Gelbatterien sind rüttelfest und zyklenfest und man kann sie auch längere Zeit nicht vollgeladen im Schwebezustand stehen lassen.
An alten PKW-Batterien wirst du nicht lange Freude haben, die bringen nichts mehr ausser zusätzliches Gewicht. grin
Wenn du eine PKW-Batterie nur zu 40% nutzen kannst, ist sie im Vergleich zu einer Gelbatterie mit 40%-Kapazität auch nicht viel billiger.
Im Volvo würde ich zumindest HD-Säurebatterien nehmen, die vertragen auch Fahren im Gelände und längere Stromentnahme im Stand. PKW-Batterien sind mehr auf hohen Anlassstrom optimiert und bei Verwendung als Versorgungsbatterie relativ schnell defekt. Ich hatte mal eine neue 45Ah-Batterie übrig, die hat nach einem Jahr den Löffel abgegeben.
Gruß Stefan
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WJM

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 12.Juni 2008 22:57:04 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: valp am 11.Juni 2008 10:00:15
Mit dem 12V Wandler, na, warten wir es mal ab. Ich hab vorne einen von Conrad drin (40A -> total überdimensioniert) für Navigeräte und Autogas. Hinten will ich eigentlich keinen haben. Die LED-Lampen basteln wir selber und dann auch gleich auf 24V. Und Wandler auf 240V gibt es auch für 24V.

Einen Laderegler hab ich auch schon zerstört. Der war allerdings für eine 12V Batterie. Deswegen hab ich ja so einen Verdruss mit dem Thema. Ich hatte bereits einen teuren Laderegler, eine schöne YellowTop und einen 230V-Wandler. Der Wandler hackte und alle Travos machten komische Geräusche... Deswegen geh ich das jetzt nochmal von vorne und sinnvoll an. Das System damals hatte schon um die 800 Euro geschluckt ohne das jetzt irgendwas laufen würde.

Ich will nicht unnötig viel Zeug verbauen und deswegen mal so langsam damit anfangen auch auf Platz und Gewicht zu achten. Und da ist jedes zusätzliche Gerät zu hinterfragen. Also: Braucht man so einen Stirling Ladewandler de facto immer oder nur, wenn man unterschiedliche Batteriearten einsetzt? (Ich glaube, das meinst Du, oder?)



Nein, auch weil alle Sterling (nicht Stirling) Lader (ob integriert in deren Lichtmaschine, separat oder von Batterie-zu-Batterie) ein viel schnelleres Ladeverfahren haben.
Also *wenn* schon Zusatz-Batterie, dann auch a) voll, und b) rasch voll.

Achtung: Blei-Saeure und Gel/AGM an einem Strang, mit gleicher Spannung, egal welches Ladeverfahren, ist *schlecht*, weil Gel/AGM eine hoehere Spannung braucht.

Zitat:
Dazu eine simple Frage: Warum Gel-Batterien? Welchen ehrlichen Nutzen haben die? Mein Vater experimentiert sehr viel mit Solarstrom in Kenya rum und die nutzen mit Erfolg alte(!) Starterbatterien. In sofern dacht ich auf klassische Batterien zu setzen.

Einen zusätzliche Lima will ich mir auf keinen Fall anschaffen. Ich hab da aber kürzlich mal was in einem Unimog404 gesehen, das fand ich auch recht spannend: Der hatte kein Trennrelais eingesetzt, sondern seine Bordbatterien (Ich glaube auch klassische Starter) direkt mit der Lima verbunden, so dass es keinen Link zwischen den Batteriebänken gab. Evtl. auch sinnvoll?



An sich schon, nur will man eigentlich nicht noch mehr Riemen im Motorraum haben, und vorhandene Riemen nicht extra belasten.

PTO-Angetrieben waere mir aber schon recht, dann aber auch vernuenftig, gleich mit 230/400V Generator....;))

Zitat:
So ein Überwachungsschutz werde ich auf jeden Fall auch überall dran setzen (Wenn nicht jeweils schon vorhanden).

Eigentlich schwebt mir folgendes vor:
Zwei dicke 100Ah für Bordstrom, zwei kleinere für Startstrom. Beides nach Möglichkeit aus der selben Baureihe. Evtl. Odyssey, aber auch das nur, weil WJM die mal so hervorgehoben hatte und sich das so in meinen Kopf eingebrannt hat.


Sind halt einfach in viel mehr Groessen erhaeltlich als Optima.
Dazu ist die +10% Mehrleistung eigentlich Nebensache, weil man die ohnehin schon erreicht, im Vergleich zum erst-kleineren Optima (weil die groessere Optima eh nicht passen wuerde, man also Raum & Kapazitaet verschenkt).

Der groesste Odyssey wird beim NL-Militaer im Leopard verbaut, das sagt mir genug.

Und auch nach mehr-monatige Schiffsreise, wobei das Fahrzeug duerch siedend Heisse gegenden transportiert wuerde, brauchst man sich dann am Kai nicht um Starthilfe zu kummern.....:))
(da wird im Schiffsraum auch nix gelueftet, das wuerde nur Salzlueft hineinbringen; muss mir unbedingt merken das naechstes Mal einen Min/Max Thermometer zu montieren, damit ich meine Vermutung bestaetigen kann, dass das wirklich atemberaubend heiss drinnen gewesen ist)


*Verkaufe Battery-Equalizer/Charge-Balancer/Wandler 24->12v/100A*


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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 18.Juni 2008 01:40:25 »
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Kosten/Nutzen... Sagt mal, ich hab mir jetzt nochmal Preise angeguckt. Eine Odyssey 2150 mit 100Ah kostet bei ebäh 470,- Euro. (Hui) Wenn ich andererseits in dem Portal nach "Autobatterie 100Ah" suche bekomme ich zum Sofortkauf eine "Solarbatterie 12V 100Ah W100 95752 - Extrem zyklen- und rüttelfest, lange Lebensdauer" (Zyklenbeständige Blei-Säure-Batterie) für 138,- Euro angeboten. Ich finde, dass ist schon ein heftiger Preisunterschied. Lohnt es sich da wirklich auf ein derartiges Spitzenprodukte zurückzugreifen (zu sparen)? Ich will damit ja nicht nen Leo starten, sondern meine Kühlbox betreiben..? Okay, man muss jetzt auch nicht das günstigste Schnäppchen machen, aber beim ADAC schneidet der Berga Power Block (nie gehört) zum Beispiel am besten ab und kostet in der 75Ah Konfiguration um die 130,-. Mir ist klar, dass die auch nicht umbedingt ideal ist (von wegen wartungsfrei), aber wie sehe es denn um die Langlebigkeit und Durchhaltekraft von solchen Batterien im Vergleich mit Odyssey/YellowTop/... aus?
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Chris

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 18.Juni 2008 11:28:16 »
Antwort mit Zitat nach oben
darf ich eure aufmerksamkeit mal auf die neusten stand in sachen batterietechnik lenken?
wink
im bootssektor werden häufig auch AGM-Batterien verbaut, die als nachfolger der gelbatterien gelten. wie bei gelbatterien ist das elektrolyt auch bei AGM nahezu fest, also 100% wartungsfrei und kann darüber hinaus mehr niedrigzyklen aushalten (bei 65% entladung: 1200 Zyklen) als gel oder säure. die batterien haben die fähigkeit sehr hohe ladeströme aufzunehmen, daher sollte der lader einen temperaturfühler besitzen. dafür sind die batterien schnell wieder voll wink
AGMs sind stoß- und rüttelfest und können in beliebiger lage montiert werden.
nicht so teuer wie eine odysee aber garantiert teurer als säurebatterien. 100Ah ab ca. 250€

bevorzugt lader mit agm linie kaufen, gel geht aber auch.

EDIT:
@Willem Jan

Sag mal, kann es sein daß Odyssey Batterien vom Typ her auch AGM sind? Ließt sich auf der Seite irgendwie so...
Es gibt keine Evolutionstheorie, sondern nur eine Liste von Kreaturen denen Chuck Norris erlaubt zu leben.
« Letzte Änderung: 18.Juni 2008 11:46:51 von Chris » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
WJM

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Re:Welche Batterien für Bordstrom
« am: 18.Juni 2008 12:02:43 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: Chris am 18.Juni 2008 11:28:16
darf ich eure aufmerksamkeit mal auf die neusten stand in sachen batterietechnik lenken?
wink
im bootssektor werden häufig auch AGM-Batterien verbaut, die als nachfolger der gelbatterien gelten. wie bei gelbatterien ist das elektrolyt auch bei AGM nahezu fest, also 100% wartungsfrei und kann darüber hinaus mehr niedrigzyklen aushalten (bei 65% entladung: 1200 Zyklen) als gel oder säure. die batterien haben die fähigkeit sehr hohe ladeströme aufzunehmen, daher sollte der lader einen temperaturfühler besitzen. dafür sind die batterien schnell wieder voll wink
AGMs sind stoß- und rüttelfest und können in beliebiger lage montiert werden.
nicht so teuer wie eine odysee aber garantiert teurer als säurebatterien. 100Ah ab ca. 250€

bevorzugt lader mit agm linie kaufen, gel geht aber auch.

EDIT:
@Willem Jan

Sag mal, kann es sein daß Odyssey Batterien vom Typ her auch AGM sind? Ließt sich auf der Seite irgendwie so...


Yep.
Uebrigens ist diese ganze Industrie nah mit einander verwandt, schon ab der Zeit der 2v/2.5Ah & 2v/5Ah Batterien, 20 Jahre her im Modellbaubereich.
Neuglich bekam ich sogar aus China Werbemail, dort wird momentan das genau gleiche Assortiment produziert....:))

'Solar-Batterie' wuerde ich uebrigens nicht unbedingt vernuenftige Startleistung zuschreiben, und im Grunde muss da jegliche 'Nasse' Batterie passen, im Vergleich mit Optima & Odyssey....
Und wie schon gesagt, andersherum 'fressen' Optima & Odyssey auch wirklich alles was man den zuwirft, als Ladungsstrom....aber das koennen unsere Volvo's niemals voll ausnuetzen, dazu braucht man wirklich solche high-end Lichtmachinen/Laderegler (wie bei Sterling-Power).
(in dem Sinne waere auch eine superduper PTO-Angetriebene Lichtmachine interessant....damit koennte man innerhalb eine Viertelstunde fuer mehrere Tage nachladen....:))
(solche Lichtmachinen sind uebrigens leichter/billiger als (gebrauchte) 24 volt zu finden, weil das Militaer die hin und wieder mal verbaut hat)

Uebrigens Achtung:
Schiffsbatterieen brauchen keine Reserven um bei extreme Minusgrade noch Leistung zu bringen....so kalt wird es im Schiffsrump nie....

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